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Vorerst keine kürzeren Aufbewahrungsfristen für Unternehmen

Aufbewahrungsfristen für Geschäftsunterlagen

Aufbewahrungsfristen für Geschäftsunterlagen

Verbindliche Vorgaben sind für eine funktionierende Verwaltung erforderlich und verschaffen Unternehmern in ihrem täglichen Handeln eine gewisse Rechtssicherheit. Der Verwaltungsaufwand, der Unternehmen durch gesetzliche Vorgaben aufgezwungen wird, stellt teilweise jedoch eine erhebliche Belastung dar, die viele Ressourcen verbraucht.

Durch zahlreiche Sonderregelungen entwickelt sich zudem häufig eine gewisse Eigendynamik, die das Verstehen mancher Vorgaben unnötig erschwert. Insbesondere Existenzgründer sind manchmal überfordert und klagen über den Zeitaufwand für Verwaltungsaufgaben.

Umso erfreulicher sind da Maßnahmen, die im Zuge des Bürokratieabbaus für einheitliche und unternehmerfreundliche Regelungen sorgen. Manche Politiker sehen aber Unternehmer in erster Linie wohl wohl eher als potenzielle Steuerhinterzieher, denen man es in ihrem unternehmerischen Alltag nicht zu einfach machen darf.

Ab dem nächsten Jahr sollten kürzere Aufbewahrungsfristen für steuerrechtliche Unterlagen gelten. Eine Entlastung für viele kleine und mittelständische Unternehmen, die nun jedoch vorerst doch nicht in die Tat umgesetzt wird. Für die Maßnahme im Rahmen des Bürokratieabbaus war eine stufenweise Einführung geplant, sie war Teil des Jahressteuergesetzes 2013. Das Jahressteuergesetz 2013 ist heute jedoch aufgrund der mangelnden Zustimmung, der von SPD und Grünen regierten Bundesländer, im Bundesrat gescheitert.

Ab 2013 sollte die Aufbewahrungsfrist für Buchungsbelege wie Rechnungen, Lieferscheine, Bankauszüge etc. nur noch 8 Jahre statt bisher 10 Jahre betragen. Ab 2015 wären die Aufbewahrungsfristen für Unternehmen nach Abgabenordnung, Umsatzsteuergesetz und Handelsgesetzbuch einheitlich auf 7 Jahre gekürzt worden. Hier sahen die Oppositionsparteien die Gefahr von Steuerausfällen und verweigerten unter anderem aus diesem Grund ihre Zustimmung zum Jahressteuergesetz. Darüber hinaus wurden auch bezüglich weiterer Neuregelungen entsprechende Bedenken vorgetragen. Ob es bezüglich einer Verkürzung der Aufbewahrungspflichten eine Einigung im Vermittlungsausschuss gibt bleibt abzuwarten.