Kontaktformular     Kreditanfrage
Archiv

Neuregelungen für Minijobs ab 2013

Neuregelungen bei Minijobs

Neuregelungen bei Minijobs

Für Minijobs gibt es ab 2013 neue Regelungen, die Anpassung der Verdienstobergrenze ist nur ein Teil davon. So bringt auch die Einführung der Rentenversicherungspflicht Veränderungen für Existenzgründer mit sich, die Minijobber beschäftigen. Wer aktuell bereits Minijobber beschäftigt, der wird von der Minijob-Zentrale über die Änderungen informiert. Wer 2013 erstmals Minijobber beschäftigt erhält ein entsprechendes Informationsschreiben.

Als Arbeitgeber müssen Selbständige die Minijobs in ihrem Unternehmen der Minijob-Zentrale weiterhin melden. Bisher galt grundsätzlich die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht. Wollten Minijobber auf die Befreiung verzichten, um vollwertige Pflichtbeitragszeiten in der Rentenversicherung zu erwerben, konnten sie einen entsprechenden Antrag stellen. Ab 2013 gibt es statt der grundsätzlichen Befreiung nun eine Rentenversicherungspflicht, es sei den der Minijobber beantragt die Befreiung. Der Antrag auf Befreiung verbleibt beim Arbeitgeber, muss aber bei Überprüfungen vorgelegt werden. Die Meldung erfolgt über den Beitragsgruppenschlüssel 5, der für die Befreiung der Rentenversicherungspflicht unverändert bleibt.

Der Beitragssatz zur Rentenversicherung verringert sich ab 2013 von 19,6 auf 18,9 Prozent. Der Arbeitgeberanteil bei gewerblichen Jobs beträgt weiterhin 15 Prozent. Reicht ein Minijobber keinen Antrag auf Befreiung von der Rentenversicherungspflicht ein, ergibt sich für ihn ein Beitragssatz von 3,9 Prozent zur Schließung der Beitragslücke. Bei der ab 2013 gültigen Verdienstobergrenze von 450,00 Euro sind dies 17,55 Euro Eigenanteil sowie 67,50 Euro Arbeitgeberanteil.

Aufgrund der Mindestbeitragsbemessungsgrenze in Höhe von 175,00 Euro (bisher 155,00 Euro) ist jedoch Vorsicht geboten. Minijobber müssen nämlich mitunter einen unverhältnismäßig hohen Arbeitnehmeranteil zahlen, wenn sie keine Befreiung von der Rentenversicherungspflicht beantragen. Hierauf sollten Mitarbeiter beim Abschluss von Neuverträgen unbedingt hingewiesen werden, um Unzufriedenheit bei der Gehaltsabrechnung zu vermeiden.

Der Beitrag zur Rentenversicherung beträgt mindestens 33,08 Euro (18,9 Prozent von 175,00 Euro), wobei der Arbeitgeberanteil in Höhe von 15 Prozent auf Basis der tatsächlichen Gehaltssumme berechnet wird. Ist die Gehaltssumme nun geringer als 175,00 Euro, wirkt sich das negativ auf das Nettogehalt des Minijobbers aus, da er die Beitragslücke auf eigene Rechnung schließen muss. Bei 100,00 Euro sind das immerhin 18,08 Euro, da man als Arbeitgeber lediglich 15,00 Euro der 33,08 Euro Mindestbeitrag übernehmen muss.