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Positive Konjunkturprognose trotz Zunahme der Firmeninsolvenzen

Konjunkturprognosen und Insolvenzen

Konjunkturprognosen und Insolvenzen

Der Wirtschaftsinformationsdienst Bürgel meldet für das erste Halbjahr 2013 erstmals seit 2009 eine Zunahme der Firmeninsolvenzen in Deutschland. An einer Verbesserung der Konjunktureinschätzung, so der Geschäftsführer von Bürgel, ändere die Zunahme der Insolvenzen jedoch nichts.

Der Studie zufolge sind insbesondere der Dienstleistungssektor und die Industrie betroffen, wobei vor allem die Bereiche Maschinenbau, Druckindustrie, Textilgewerbe sowie Speditions- und Logistikwesen genannt werden. Als Ursachen werden fehlende Aufträge ausgemacht, die entweder nicht akquiriert bzw. storniert oder verschoben würden. Das habe direkte Auswirkung auf die Liquidität der Unternehmen, ebenso wie das Zahlungsverhalten von Kunden, das oftmals Liquiditätsengpässe verursacht. Finanzierungsprobleme führen schließlich zu Insolvenzen aufgrund dieses Dominoeffektes, wovon rund ein Fünftel der insolventen Unternehmen betroffen sind.

Den Spitzenplatz bei den Insolvenzen nehmen die 6.391 insolventen Gewerbebetriebe (41,6 Prozent) ein, gefolgt von GmbHs (5.941 Insolvenzfälle, 38,7 Prozent) und Unternehmergesellschaften, die rund 5,7 Prozent der Firmeninsolvenzen in Deutschland ausmachen. Die Zunahme von rund 11 Prozent bei den insolventen Firmen mit der Rechtsform Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt), liegt sicherlich auch daran, dass es sich hierbei um eine typische Rechtsform für Gründerunternehmen handelt. Denn knapp ein Viertel aller Insolvenzen (3.808 Firmen) sind Neugründungen, die maximal 2 Jahre am Markt sind. Neben Finanzierungsschwierigkeiten aufgrund mangelnder Kapitalausstattung können bei den Existenzgründern vor allem nicht marktgerechte Geschäftsideen, Marktveränderungen, strategische Fehlentscheidungen sowie mangelnde Fachkompetenz als Ursachen gesehen werden.

Hier geht es zum ausführlichen Bericht der Bürgel Wirtschaftsinformationen: LINK