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Investitionszuschuss Wagniskapital – Unterstützung für private Investoren

Investitionszuschuss Wagniskapital

Investitionszuschuss Wagniskapital

Mit dem neuen Förderprogramm “Investitionszuschuss Wagniskapital” wird es für private Investoren attraktiver, sich an jungen innovativen Unternehmen in Deutschland zu beteiligen. Das Förderprogramm zielt insbesondere auf zwei Personengruppen ab. Menschen, die sich bisher noch nicht an Unternehmen beteiligt haben aber unternehmerisch orientiert sind und Business-Angels, damit diese häufiger und mehr Wagniskapital investieren.

Private Investoren erhalten 20 Prozent ihrer Beteiligung erstattet, vorausgesetzt sie investieren mindestens 10.000 Euro und halten ihre erworbenen Anteile mindestens drei Jahre lang. Zudem dürfen die Anteile keinen Einschränkungen bzgl. der Chancen- und Risikobeteiligung unterliegen, weder direkt noch über zusätzliche Vereinbarungen.

Ausschließlich junge und innovative Unternehmen

Es werden ausschließlich Beteiligungen an Unternehmen gefördert, die zum Zeitpunkt der Antragstellung höchstens zehn Jahre alt sind und in einer innovativen Branche wirtschaftlich und mit Gewinnerzielungsabsicht aktiv ist. Der Begriff innovative Branche ist beim “Investitionszuschuss Wagniskapital” sehr weit gefasst. Neben der Herstellung von chemischen und pharmazeutischen Erzeugnissen oder Telekommunikation zählen auch Tätigkeiten im Verlagswesen oder im Bereich Werbung und Marktforschung als innovativ. Insgesamt definiert das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie 22 Wirtschaftsbereiche als innovative Branchen. Darüber hinaus darf sich das Unternehmen nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden, muss weniger als 50 Mitarbeiter haben und darf nicht börsennotiert sein. Zudem bestehen weitere Fördervoraussetzungen, die zu prüfen sind.

Keine Förderung von Beteiligungsgesellschaften

Als Zielgruppe sind ausschließlich private Investoren aus der EU vorgesehen. Beteiligungen durch eine GmbH oder andere Gesellschaftsformen sind an die Bedingung geknüpft, dass sämtliche Anteile dieser Gesellschaft von einer natürlichen Person gehalten werden, die ihren Hauptwohnsitz ebenfalls in der EU hat. Sämtliche Anteile müssen vom Investor zudem auf eigene Rechnung und mit eigenem Kapital erworben werden, eine Finanzierung über Kredite oder ähnlichem scheidet somit aus. Auch Verpflichtungen Dritter, die Anteile zu einem späteren Zeitpunkt erwerben zu müssen sind unerwünscht. Die weiteren Beschränkungen und Voraussetzungen sollten rechtzeitig geprüft werden, da lediglich der erstmalige Erwerb von Anteilen an einem Unternehmen förderfähig ist. Beteiligungen an weiteren Unternehmen sind selbstverständlich zulässig.

Antragsverfahren und Fördervoraussetzungen

Die Antragstellungen des Unternehmens und des Investors erfolgen in zwei voneinander getrennten Verfahren. Beide Anträge können online auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden. Das BAFA bescheinigt dem Unternehmen nach erfolgreicher Prüfung die Förderfähigkeit, der potenzielle Investor erhält ebenfalls einen Bescheid. Einen umfassenden Überblick zu allen Voraussetzungen und zum Antragsverfahren des Förderprogramms “Investitionszuschuss Wagniskapital” bietet die Richtlinie, die ebenfalls auf den Internetseiten des BAFA einzusehen ist: LINK Förderrichtlinien

Businessplan wird vorausgesetzt

Das Antragsverfahren ist bewusst relativ unbürokratisch gehalten, auf einen Businessplan kann dennoch nicht verzichtet werden. Ein Businessplan ist ein gängiges Instrument für Investitionsentscheidungen und wird daher laut Richtlinie als Entscheidungsgrundlage des Investors vorausgesetzt. Bei der Erstellung eines individuellen Businessplans sind wir Ihnen gerne behilflich. Natürlich unterstützen wir Sie auch bei den Verhandlungen mit möglichen Investoren und bei der Antragstellung im Förderprogramm “Investitionszuschuss Wagniskapital”.