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Gründercoaching Deutschland ab dem 01.05.2015

Nachdem wir gestern noch über die möglichen Änderungen für das Gründercoaching Deutschland spekuliert haben, hat die KfW heute endlich offiziell über die Zukunft des Förderprogramms informiert. Das Programm wird demnach ab 01.05.2015 in etwas reduzierter Form mit KfW-Mitteln bis Jahresende fortgesetzt und ab 2016 zusammen mit anderen ESF-finanzierten Beratungsprogrammen vollkommen neu strukturiert.

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Aktuelle Situation und neue Übergangslösung für das Gründercoaching Deutschland bis Ende 2015

Das Gründercoaching Deutschland (GCD) wurde bis dato über ESF-Mittel finanziert, die Budgets sind jedoch für einige Förderregionen bereits aufgebraucht, so dass bereits ein Zusagestopp für die neuen Bundesländer und die “Phasing-out”-Regionen bestand. Dieser Zusagestopp bleibt bestehen und Anträge aus den betroffenen Regionen werden aktuell abgelehnt. Ab 01.05.2015 wird das GCD aus KfW-Mitteln finanziert und es können auch aus diesen Regionen wieder Anträge gestellt werden, dann zu den neuen Bedingungen der Übergangslösung (GCDneu).

Für ein Gründercoaching zu den alten Konditionen und für die Übergangslösung bis zum Jahresende gelten besondere Fristen, die jeder Gründer kenne sollte.

Für Anträge zu den aktuellen Bedingungen gelten folgende Fristen:

  • 15.04.2015: Letzte Möglichkeit für eine Antragstellung über die Antragsplattform der KfW
  • 22.04.2015: Letzter Termin für Empfehlungen durch die Regionalpartner gegenüber der KfW über die Regionalpartnerplattform
  • 30.04.2015: Letzte Zusage durch die KfW
  • Einreichung der Abrechnungsunterlagen: Spätestens sechs Monate nach Zusage und innerhalb des Beratungszeitraums müssen die Abrechnungsunterlagen bei der KfW vorliegen. Bitte unbedingt die individuellen Fristvorgaben durch die KfW beachten!

Für Anträge zur Übergangslösung (GCDneu)  sind folgende Termine wichtig:

  • 01.05.2015: Antragstellung über die Antragsplattform der KfW ab dem 01.05.2015
  • 15.12.2015: Letzte Möglichkeit der Antragstellung für Existenzgründer über die Antragsplattform
  • 31.12.2015: Letzte Empfehlungen der Regionalpartner gegenüber der KfW möglich
  • Weitere Fristen: Bitte Zusagebescheid der KfW beachten bzw. Rücksprache mit dem Regionalpartner oder mit der KfW halten

Geänderte Konditionen in der Übergangslösung (GCDneu) ab dem 01.05.2015

Neben Gründern im Bereich der gewerblichen Wirtschaft und Freiberuflern können ab Mai auch Social Entrepreneure in gemeinnütziger Rechtsform einen Antrag auf Gründercoaching stellen. Die Gründung der Antragsteller darf maximal 2 Jahre zurückliegen. Es werden auch Selbständige in Teilzeit gefördert, die Mehrwertsteuer wird jedoch nicht mehr übernommen, auch wenn die Kleinunternehmerregelung in Anspruch genommen wurde und auf die Vorsteuerabzugsberechtigung verzichtet wird. Pro Stunde dürfen maximal 100 Euro und pro Tag maximal 8 Stunden abgerechnet werden. Die maximale Bemessungsgrundlage beträgt 4.000 Euro, wobei Förderungen aus vorherigen Coachings im Rahmen des GCD vollständig angerechnet werden. Wer also bereits ein Coaching in Höhe von 4.000 Euro in Anspruch genommen hat, sollte sich beeilen und wenn möglich bis zum 15.04.2015 einen Antrag stellen, da bis dahin noch die alte Bemessungsgrenze von 6.000 Euro gültig ist.

Neben einigen Änderungen bei der Abrechnung ist vor allem folgende Information wichtig: Eine 75-prozentige Förderung gibt es in der Übergangslösung nur noch in den neuen Bundesländern ohne Berlin und die Region Leipzig. In allen anderen Regionen werden bei Zusage und Einhaltung der Fördervoraussetzungen 50 Prozent des Beraterhonorars übernommen. Zum Überblick über die neuen Konditionen ist ab dem 01.05.2015 ein neues Merkblatt gültig.

Was passiert ab 2016 mit dem Gründercoaching Deutschland?

Welche Änderungen beim Gründercoaching Deutschland ab 2016 anstehen ist weitestgehend unklar. Fest steht, dass die Beratungsförderung für KMU und Gründungen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) neu strukturiert wird und die KfW-Beratungsprogramme Gründercoaching Deutschland, Turn Around Beratung und Runder Tisch im Zuge der Umstrukturierung integriert werden sollen. Die Koordination der neu organisierten Beratungsförderung wird voraussichtlich über das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) erfolgen. Einzelheiten hierzu werden noch bekanntgegeben.