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Gründercoaching Deutschland der KfW noch bis 30.04.2015

Das lang angekündigte Ende des KfW Gründercoachings steht nun unmittelbar bevor. Fest steht, dass es wohl ein Folgeprogramm geben wird, über weitere Einzelheiten schweigt sich die KfW jedoch nach wie vor aus. Die für das „Gründercoaching Deutschland“ zugelassenen Berater werden kurzfristig informiert und müssen ihr Beratungsangebot ebenso kurzfristig anpassen. Existenzgründer und Jungunternehmer, die das Gründercoaching der KfW nutzen wollen, sind entsprechend unschlüssig, ob sie nun handeln müssen oder ob das neue Coachingprogramm über ähnliche Konditionen verfügen wird.

UPDATE: Bitte beachten Sie unseren aktuellen Artikel zum Thema

 

Welche Chancen bietet das „Gründercoaching Deutschland“ aktuell?

Nach den aktuell noch gültigen Richtlinien können Existenzgründer und Unternehmer, deren Selbständigkeit nicht länger als 5 Jahre besteht, die begehrte Beratungsförderung in Anspruch nehmen. Maßgeblich ist der Zeitpunkt der Antragstellung, wobei beispielsweise Freiberufler in wirtschaftsberatenden Berufen sowie Unternehmen aus dem Bereich Fischerei und Aquakultur oder der landwirtschaftlichen Urproduktion von einer Förderung grundsätzlich ausgeschlossen sind. Auch insolvente oder sanierungsbedürftige Unternehmen und Betriebe, die im Sinne der Leitlinien der Gemeinschaft für staatliche Beihilfen zur Rettung und Umstrukturierung von Unternehmen in Schwierigkeiten zu unterstützen sind, werden nicht über das Gründercoaching gefördert.

Das Gründercoaching kann nahezu alle wirtschaftlichen, finanziellen und organisatorischen Fragestellungen zum Inhalt haben, die auf eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit ausgerichtet sind. Beratungen, die in der Hauptsache Rechts-, Versicherungs- und Steuerfragen beantworten sowie bestimmte Serviceleistungen, z.B. Vertragsgestaltungen, Erstellung von Jahresabschlüssen, Webdesign oder das Erstellen von Werbematerial, sind von der Förderung explizit ausgeschlossen.

Die maximale Bemessungsgrundlage beträgt 6.000 Euro, d.h. der Auftragswert des Gründercoachings darf maximal 6.000 Euro betragen. Pro Tagewerk können zudem maximal 800 Euro abgerechnet werden. Der Existenzgründer muss 50 Prozent Eigenanteil leisten und die in Rechnung gestellten Fahrt- und Nebenkosten des Beraters sowie als vorsteuerabzugsberechtigtes Unternehmen auch die Mehrwertsteuer vollständig selbst übernehmen. In den neuen Bundesländern und in den sogenannten „Phasing-out“-Regionen ist eine Reduktion des Eigenanteils auf 25 Prozent möglich, es besteht derzeit jedoch ein Zusagestopp.

Die genauen Einzelheiten zur aktuellen Regelung können dem Merkblatt der KfW zum Gründercoaching Deutschland entnommen werden.

Was ist vom künftigen KfW Gründercoaching zu erwarten?

Es gibt derzeit noch keine offizielle Stellungnahme der KfW zu den Förderrichtlinien des Nachfolgeprogramms für das Gründercoaching Deutschland. Die allgemeine Berichterstattung und die Gerüchteküche lassen jedoch folgende Änderungen erwarten:

  • Statt einer Förderung bis zu 5 Jahren nach der Gründung, werden voraussichtlich nur noch Unternehmen und Existenzgründer innerhalb einer 2-jährigen Startphase unterstützt
  • Der Ausschluss von Unternehmen bestimmter Wirtschaftszweige und bestimmter Beratungsinhalte wird unverändert bleiben
  • Eine Verringerung der maximalen Bemessungsgrundlage ist wahrscheinlich
  • Der für die Übergangsregelung verkürzte Beratungszeitraum, in dem die Coachinginhalte abgearbeitet werden müssen, bleibt aller Voraussicht auf 6 Monate statt zuvor 12 Monate reduziert
  • Eine Wiedereinführung des Coachings für Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit mit einem höheren Förderanteil ist möglich
  • Der höhere Förderanteil in den neuen Bundesländern und in den „Phasing-out“-Regionen steht zur Diskussion und wird evtl. stufenweise reduziert

Muss ich als Gründer jetzt handeln?

Wer ein Gründercoaching zu den alten Bedingungen haben möchte, sollte dieses schnellstmöglich beantragen, eine weitere Verlängerung der Gültigkeit der aktuellen Richtlinien ist eher unwahrscheinlich. Auch Unternehmer, die schon seit über 2 Jahren selbständig sind oder in den neuen Bundesländern und den „Phasing-out“-Regionen ansässig sind, sollten eine Antragstellung bis voraussichtlich Mitte April in Betracht ziehen. Es empfiehlt sich aber zumindest die öffentliche Berichterstattung zum Thema bis dahin genauer zu verfolgen und rechtzeitig nach anderen Fördermöglichkeiten zu recherchieren, um fristgerecht reagieren zu können. Auch die Gründer, die mit einem voraussichtlich verringerten Förderbetrag nicht auskommen werden, sollten jetzt aktiv werden. Grundsätzlich gilt jedoch immer, sich vor einer endgültigen Entscheidung mit dem KfW-Infocenter in Verbindung setzen (Telefon: 0800-53 99 001), da alle Aussagen zur Zukunft des Gründercoachings ab dem 01.05.2015 bisher noch reine Spekulation sind und jederzeit neue Informationen verfügbar sein können.

Weitere Informationen zu unseren Leistungen und ein konkretes Angebot für ein individuelles Gründercoaching erhalten Sie über unsere bundesweite Servicenummer: 0221-222 89 888