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Erleichterung beim Jahresabschluss für Kleinstunternehmen

Kleinstkapitalunternehmen unterlagen bisher umfangreichen Vorgaben im Bereich der Rechnungslegung und bei der Offenlegung des Jahresabschlusses. Für alle Geschäftsjahre mit Abschlussstichtag nach dem 30. Dezember 2012 gelten nun einige Neuregelungen, die oftmals unnötige bürokratische Belastungen entschärfen.

Die Erleichterungen im Rahmen des Kleinstkapitalgesellschaften-Bilanzrechtsänderungsgesetz (MicroBilG) stellen sich folgendermaßen dar:

  • Kein Bilanz-Anhang erforderlich, falls entsprechende Angaben, z.B. zu den Haftungsverhältnissen, unter der Bilanz ausgewiesen sind.
  • Geringere Darstellungstiefe im Jahresabschluss, z.B. vereinfachtes Gliederungsschema
  • Wahlmöglichkeit der Offenlegungspflicht: Veröffentlichung oder Hinterlegung des Jahresabschlusses beim Bundesanzeiger (kostenpflichtiger Abruf für Interessierte)

Von den Neuregelungen profitieren Unternehmen, die an zwei Abschlussstichtagen in Folge zwei der drei folgenden Merkmale erfüllen: Jahresumsatz bis maximal 700.000 Euro, Bilanzsumme bis maximal 350.000 Euro sowie durchschnittlich maximal 10 Mitarbeiter als beschäftigte Arbeitnehmer. Diese Kriterien treffen auf mehr als 500.000 Kleinstkapitalunternehmen in Deutschland zu.