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Darauf kommt es beim Businessplan für den Gründungszuschuss an

Wer nach den neuen Regelungen Gründungszuschuss beantragen muss, sollte einige wichtige Grundsätze bei der Erstellung des Businessplans unbedingt beachten. Da der Gründungszuschuss zukünftig eine Ermessensleistung ist, werden Arbeitsagentur und fachkundige Stelle besonders kritisch bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit sein. Darauf kommt es beim Businessplan für den Gründungszuschuss insbesondere an:

Passende Geschäftsidee

Die Geschäftsidee muss überzeugen und zum Existenzgründer passen. Das galt eigentlich schon immer, jetzt wird die Arbeitsagentur aber sicherlich noch genauer hinschauen. Ein guter Ansatz ist es stets, wenn man als Existenzgründer die entsprechenden beruflichen Erfahrungen für seine Selbständigkeit vorweisen kann und über nachweisbare Qualifikationen verfügt. Eine gute Idee alleine wird meist kaum ausreichen, um mit dem Businessplan glaubwürdig zu vermitteln, dass man die persönlichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Existenzgründung mitbringt.

Umfassende Marktkenntnis

Unternehmerische Entscheidungen werden häufig aus dem Bauch heraus getroffen. Dies führt manchmal zum Erfolg, manchmal aber auch in die Insolvenz. Um Gründungszuschuss zu bekommen, sollte man im Businessplan daher unter anderem auf folgende Fragen eine fundierte Antwort geben können: Welche Zielgruppe habe ich? Was möchte diese Zielgruppe? Wer sind meine Wettbewerber? Was bieten diese an? Wer hier in seinem Businessplan die richtigen Fragen stellt und die passenden Antworten findet, ist bereits auf einem guten Weg ein überzeugendes Konzept abzuliefern. Sämtliche Angaben und Schätzungen sollten auf Basis nachweisbarer Erkenntnisse beruhen, rein spekulative Angaben sind weitestgehend zu vermeiden.

Konkretes Geschäftsmodell

Ein Aspekt, der von Existenzgründern häufig stark vernachlässigt wird, ist das Geschäftsmodell, das hinter dem Gründungsvorhaben steht. Ein Geschäftsmodell gibt konkrete Auskunft über die Umsetzung der Geschäftsidee. So müssen beispielsweise Fragen zum Kundennutzen, der Unternehmensorganisation und der Wertschöpfung des Unternehmens beantwortet werden. Ohne Geschäftsmodell ist eine Geschäftsidee für den Außenstehenden nicht fassbar. Wichtige Aspekte, die für den Erfolg der Selbständigkeit ausschlaggebend sind, sollten stets angesprochen werden. Auch wenn sie dem Existenzgründer selbstverständlich erscheinen. Nur bei umfassender Darstellung des Existenzgründungsvorhabens können sich Arbeitsagentur und fachkundige Stelle ein konkretes Bild machen und ein faires Urteil abgeben

Jeder Businessplan sollte von einer aussagekräftigen Finanzplanung abgerundet werden. Laut aktueller Gesetzesvorlage und der Arbeitsanweisung der Bundesagentur für Arbeit sind für eine aussagekräftige Finanzplanung ein Kapitalbedarfsplan, ein Finanzierungsplan sowie eine Umsatz- und Rentabilitätsvorschau erforderlich. Weitere Kalkulationen können von der Arbeitsagentur oder der fachkundigen Stelle angefordert werden.